US-Ärzte warnen vor Genfood

Die Amerikanische Akademie für Umweltmedizin (AAEM) warnt in einem Positionspapier vor gesundheitlichen Risiken durch genmanipulierte Nahrung und fordert ein Moratorium für Genfood und die Kennzeichnung bereits auf dem Markt befindlicher Produkte. Der Ärzteverband begründet seine Haltung damit, dass es „reichlich Belege“ für mögliche Schäden durch Genfood gebe.

Der 1965 gegründete Verband der US-Umweltmediziner untermauert seine Stellungnahme mit den Ergebnissen mehrerer im vergangenen Jahr veröffentlichten Studien. Diese Fütterungsversuche mit Mäusen und Ratten hatten Hinweise auf Unfruchtbarkeit, Leber- und Nierenschäden sowie negative Auswirkungen auf das Immunsystem ergeben. Angesichts der zunehmenden Daten sei es biologisch plausibel, dass gentechnisch veränderte Lebensmittel auch die menschliche Gesundheit negativ beeinflussen können, heißt es in der Stellungnahme. „Da Genfood in den Bereichen Toxikologie, Allergie und Immunfunktion, Fruchtbarkeit, Stoffwechsel und Physiologie ein ernsthaftes Gesundheitsrisiko darstellt, muss nach Auffassung der AAEM das Vorsorgeprinzip angewandt werden“

Die Ärzte fordert die AAEM auf, ihren Patienten und der Öffentlichkeit zu raten, auf Genfood wo immer möglich zu verzichten. Die Mediziner sollten bei der Behandlung mögliche Auswirkungen von Genfood beachten und erfassen, wie sich die Umstellung auf eine gentechnikfreien Ernährung auf die Gesundheit ihrer Patienten auswirkt. Außerdem müssten epidemiologische Studien mögliche gesundheitliche Wirkungen von Genfood erforschen.

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