USA: Gen-Alfalfa bleibt verboten

Der Gentechnik-Konzern Monsanto hat in den USA eine juristische Schlappe erlitten. Das Appellationsgericht entschied, dass der Anbau der genmanipulierten Futterpflanze Alfalfa (Luzerne) nicht rückgängig zu machenden Umweltschäden verursachen könne, sowie den biologischen und gentechnikfreien konventionellen Anbau beeinträchtigen und Farmern wirtschaftlichen Schaden zufügen könne. Mit dieser Begründung lehnte das Gericht einen Widerspruch des Konzerns gegen ein 2007 erlassenes gerichtliches Verbot des Anbaus ab.
Damals hatte ein kalifornischer Richter die Zulassung der Gen-Luzerne durch das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) im Jahr 2005 für gesetzeswidrig erklärt. Das USDA hatte den Anbau ohne SDA hatte den Anbau ohne Vorlage der vorgeschriebenen Umweltverträglichkeitsprüfung erlaubt. Bereits 2008 hatte das Appellationsgericht das Urteil bestätigt und nun auch den zweiten Vorstoß des Gentechnikkonzerns, den Anbau doch zuzulassen, abgeschmettert.
„Diese Entscheidung bestätigt einen großen Sieg der Verbraucher, Viehzüchter, ökologischen und konventionellen Bauern im ganzen Land“, sagte Andrew Kimbrell, Geschäftsführer der Verbraucherorganisation Center for Food Safety (CFS). Die Entscheidung sei ein Wendepunkt für die Gentechnik-Regelungen in den USA. Das CFS hatte die ursprüngliche Klage gegen die Gen-Luzerne koordiniert. Die eiweißreiche Futterpflanze wächst in den USA auf rund 8,5 Millionen Hektar und ist damit flächenmäßig die viertwichtigste Nutzpflanze.
Monsanto bleiben nun zwei Optionen: Der Konzern kann den Fall vor den Supreme Court, das höchste US-Gericht, bringen. Oder er wartet ab, bis das Landwirtschaftsministerium die geforderte Umweltverträglichkeitsprüfung erstellt und vorgelegt hat.