Neue Studie zeigt: Genmais ist nicht sicher

Französische Wissenschaftler haben Fütterungsstudien zu den Genmais-Sorten MON863, MON 810 und NK603 von Monsanto ausgewertet. Vor allem die Blutwerte für Leber und Nieren der mit dem Mais gefütterten Ratten wiesen signifikante Veränderungen auf. Die Studien waren von Monsanto in Auftrag gegeben und geheim gehalten worden. Nach Ansicht der Wissenschaftler könnten Gesundheitsschäden durch die drei bereits als Futter- und Lebensmittel in der EU zugelassenen Sorten nicht ausgeschlossen werden.

Die meisten der in den Fütterungsversuchen gemessenen Veränderungen betrafen Leber und Niere – die Organe, die für das Ausscheiden giftiger Stoffe besonders wichtig sind. Weitere beobachtete Symptome betrafen Herz, Milz und Nebennieren, den Glucose-Stoffwechsel, das Gewicht der Tiere und das Gewicht einzelner Organe. Dabei zeigten die verschiedenen Gen-Mais-Varianten jeweils unterschiedliche Profile bei den Veränderungen im Blutbild. Nach Ansicht von Professor Gilles-Eric Séralini und seinem Team des CRIIGEN (Komitee für Forschung und unabhängige Informationen zu Gentechnik) deutet dies darauf hin, dass die beobachteten Veränderungen nicht zufällig sind, sondern spezifisch durch die jeweilige Gen-Mais-Variante ausgelöst wurden.

Die Forscher stellten darüber hinaus erhebliche Mängel in der Konzeption und Durchführung der Studien fest. So wurden statistische Standards und internationale Standards für Fütterungsversuche nicht eingehalten. Wichtige Daten fehlten und der Zeitraum (nur drei Monate) für die Untersuchungen war zu kurz.

Die Studie im Original
Eine Zusammenfassung der Ergebnisse von Greenpeace