Neu: Politischer Thriller über Gentechnik

Der Regisseur Bertram Verhaag zeigt in einem neuen Dokumentarfilm, wie gentechnikkritische Wissenschaftler unter Druck gesetzt und geächtet werden. Seiner Meinung nach ist die Meinungsfreiheit durch die fast ausschließlich industriefinanzierte Forschung zur Gentechnik gefährdet.

In „Gekaufte Wahrheit – Gentechnik im Magnetfeld des Geldes“ erzählt Verhaag die Geschichte der beiden Gentechnik-Forscher Arpad Pusztai und Ingnacio Chapela. Beide sind ruiniert, weil sie Entdeckungen machten, durch die die Gentechnik-Industrie ihre Investitionen bedroht sah. In Form eines dokumentarischer Thrillerschildert Verhaag, wie multinationale Agro Chemie Konzerne internationale Wissenschaftler zu Opfern machen, um zu verhindern, dass sie ihre beängstigenden Forschungsergebnisse veröffentlichen. „Aussagen von Wissenschaftlern selbst belegen, dass 95 Prozent der Forscher im Bereich Gentechnik von der Industrie bezahlt werden“, schreibt Verhaag im Begleittext. „Nur fünf Prozent der Forscher sind unabhängig. Die große Gefahr für Meinungsfreiheit und Demokratie ist offensichtlich. Kann die Öffentlichkeit – können wir alle – den Wissenschaftlern noch trauen?“

Bertram Verhaag und sein Kollege Claus Strigel haben mit ihrer Firma Denkmal-Film in den letzten 30 Jahren über 100 Dokumentarfilme gedreht. Viele davon befassten sich mit grüner Gentechnik und mit Öko-Landbau als Alternative, zum Beispiel „Leben außer Kontrolle“ oder „Percy Schmeiser – David gegen Monsanto“
Trailer der englischen Fassung: Scientists under Attack