Unbelievable: Klonfleisch in England

Die britische Lebensmittelbehörde FSA hat festgestellt, dass in Großbritannien Fleisch und womöglich auch Milch der Nachkommen von Klontieren auf den Markt kamen. Nach Ansicht der Behörde ist das zwar nicht ungesund, aber verboten, da diese Produkte als Novel Food zu behandeln seien und deshalb eine Zulassung bräuchten.

In den USA und einigen anderen Ländern werden seit Jahren besonders leistungsfähige Rinder zu Zuchtzwecken geklont. Ein britischer Bauer erwarb acht Embryos, die einer US-Klon-Kuh entnommen worden waren, und ließ diese von seinen Tieren austragen. Von diesen acht Klon-Nachkommen landeten später mindestens zwei auf den Speisetellern der Briten, ergaben die Nachforschungen der FSA. Ob auch Milch der weiblichen Nachkommen auf den Markt kam, weiß die FSA bisher nicht.

Tätig wurde die Behörde aufgrund eines Berichts der New York Times. Darin wird auch die Schweizer Regierung zitiert, dass in der Schweiz mehrere hundert Nachkommen von Klon-Rindern leben würden. Ähnliches könnte für Deutschland gelten. „Die Wahrscheinlichkeit, dass Verbrauchern Produkte von geklonten Tieren unbemerkt untergeschoben werden, ist ziemlich groß“, sagt Christoph Then, Geschäftsführer von Testbiotech.

In den USA dürfen die Milch geklonter Rinder und das Fleisch ihrer Nachkommen seit zwei Jahren ohne Kennzeichnung verkauft werden. In der Europäischen Union gibt es noch keine endgültige Entscheidung. Die europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hätte keine Sicherheitsbedenken gegen einen Verkauf. Kritiker der Klon-Technik argumentieren vor allem mit dem Leid für die Tiere, da ein Großteil der Klontiere kränklich ist und früh stirbt. Auch würde die Technik die Artenvielfalt im Stall weiter verringern.

Ein Gedanke zu „Unbelievable: Klonfleisch in England“

Kommentare sind geschlossen.