NRW und Bremen sind gentechnikfrei

Der Landtag von Nordrhein-Westfalen hat beschlossen, das Bundesland zur gentechnikfreien Region in Europa zu erklären. In Bremen haben sich über haben sich über 100 Landwirte zur Arbeit ohne Gentechnik bekannt. Damit kann das Bundesland den Titel „Gentechnikfreie Region“ tragen.
Auf Antrag von SPD und Grünen und mit Unterstützung der Linken forderte der Landtag von Nordrhein-Westfalen die Landesregierung auf, auf landeseigenen Flächen jeglichen Anbau genmanipulierter Pflanzen auszuschließen, sich für ein striktes Reinheitsgebot bei Saatgut einzusetzen sowie dem Europäischen Netzwerk gentechnikfreier Regionen beizutreten. Nach Thüringen ist NRW damit das zweite Bundesland, das diesen Schritt geht. Bereits in den letzten Jahren haben 25 Städte und Gemeinden in NRW einen Gentechnik-Anbauverzicht auf eigenen Flächen beschlossen, ebenso alle Landeskirchen. NRW-weit gründeten Bauern bislang 22 gentechnikfreie Regionen.
Eine solche Region haben nun auch 106 Landwirte in Bremen gegründet. Sie decken mehr als zwei Drittel der landwirtschaftlichen Fläche des kleinsten Bundeslandes ab. Damit darf sich ganz Bremen nach den Kriterien des Umweltverbandes BUND als gentechnikfreie Region bezeichnen. Bisher gibt es in Deutschland 115 mehrheitlich kleinräumige Regionen mit zusammen rund 30.000 Landwirten, die sich so nennen dürfen.