Gen-Knolle Amflora zieht nach Sachsen-Anhalt

Der Konzern BASF hat wegen des jahrelangen Widerstandes den Anbau seiner Gentechnik-Kartoffel Amflora in Mecklenburg-Vorpommern aufgegeben. In diesem Jahr sollen nach Angaben des Unternehmens nur zwei Hektar Amflora zur Saatgutvermehrung in Sachsen-Anhalt angebaut werden. Die Anbaufläche in Schweden wurde von 80 auf 15 Hektar verringert. In Tschechien wird gar nicht ausgepflanzt. 2010 waren dort auf 150 Hektar Gen-Knollen angebaut worden und in einer Stärkefabrik verarbeitet worden. In diesem Jahr ist laut BASF keine industrielle Verwertung der Stärke vorgesehen, erst 2013 wieder.

Angebaut werden soll Amflora nicht auf einem gepachteten Acker, sondern im Schaugarten Üplingen, einem von der BioTechFarm GmbH und dem Lobbyverein InnoPlanta betriebenen Propaganda-Projekt. Im Schaugarten werde Amflora in „einem umzäunten und mit Wachtürmen gesicherten Gentechnik-Museum, zusammen mit anderen Labor-Kreationen wie dem verbotenen Monsanto-Mais Besuchern vorgeführt werden, um ihnen Gentechnik schmackhaft zu machen“, lästerte die Bürgerinitiative Müritzregion – gentechnikfrei. „Außerhalb dieses Zaunes hat sich offenbar kein Landwirt gefunden, der sich von Amflora überzeugen ließ.“ Zaun und Wachtürme dürften nicht reichen, um die Gen-Knollen unbedrängt wachsen zu lassen. Schon 2009 war der Schaugarten Ziel einer Feldbesetzung.

Ein Gedanke zu „Gen-Knolle Amflora zieht nach Sachsen-Anhalt“

  1. Es ist schon traurig, wie leichtfertig mit der umstrittenen Gentechnik umgegangen wird. Solange nicht bewiesen ist, dass durch sie wirklich keinerlei Schäden verursacht, ist es wirklich verantwortungslos, mit der Natur zu „spielen“.
    Zum Glück beschäftigt sich auch die junge Generation schon mit den Auswirkungen der Gentechnik, ich hoffe, sie ist dann schlauer als unsere. Bei einer Netzrecherche zur Amflora bin ich sogar auf eine Schülerfacharbeit gestoßen – http://www.hausarbeiten.de/faecher/vorschau/178690.html – die sich mit den Risiken von Amflora beschäftigt.
    Hoffentlich ist es nicht zu spät, wenn der Nachwuchs an die Entscheiderstellen kommt.

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