Petition gegen Agro-Gentechnik ist online

Ab heute, 28. März 2011, ist auf der Internetseite des Deutschen Bundestags die Petition „Zulassungsbegrenzung /regionales Anbauverbot für gentechnisch veränderte Pflanzen“ (Petitions-ID- 16941) online. Darin wird die Bundesregierung aufgefordert, sich auf EU-Ebene für ein Zulassungsverbot von gentechnisch veränderten Pflanzen einzusetzen. Zudem soll der Bundestag „die gesetzliche Grundlage für den regionalen Ausschluss gentechnisch veränderter Pflanzen aus der Agrarkultur schaffen“. Wenn bis zum 19. April 50.000 Menschen diese Petition online unterzeichnen, muss sich der Petitionsausschuss des Bundestages in einer öffentlichen Sitzung damit befassen und den Antragsteller anhören. Eingebracht hat die Petition der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) stellvertretend für ein breites Bündnis von Verbänden und Organisationen.

Die Petition kritisiert, dass gesundheitliche, ökologische und sozio-ökonomische Risiken der Gen-Pflanzen im Rahmen des EU-Zulassungsverfahrens von der EU-Lebensmittelbehörde EFSA nur mangelhaft und unzureichend geprüft würden. „Der Anbau nicht ausreichend sicherheitsbewerteter Gen-Pflanzen ist eine Gefahr für Mensch und Umwelt und muss endlich gestoppt werden“, begründet Felix Prinz zu Löwenstein, Petent und Vorstandsvorsitzender des BÖLW, den Vorstoß. „Die oft enge berufliche Nähe der EFSA-Experten zu den großen Gentechnik-Unternehmen weckt Zweifel an der Unabhängigkeit der EFSA. Deren Verfahren sind intransparent, denn sie stützt ihr Urteil nicht auf selbst in Auftrag gegebene Studien, sondern auf Berichte der antragstellenden Industrie“, heißt es in der Begründung der Petition.

Wer die Petition zeichnen will, muss sich auf der Webseite des Bundestages registrieren und bekommt von dort eine Bestätigungs-E-Mail mit dem Registrierungslink geschickt. Sobald dieser angeklickt und bestätigt ist, kann man die Petition aufrufen und unterzeichen. Es ist aber auch möglich, sich den Text der Petition herunterzuladen, auszufüllen und an den Bundestag zu schicken. Weitre Informationen bietet das Naturkostmagazin Schrot&Korn