Wieder verunreinigtes Maissaatgut gefunden

Bei ihren routinemäßigen Kontrollen haben die Überwachungsbehörden der Bundesländer 2011 in 413 Mais-Saatgutpartien 29 mal Spuren von GVO gefunden. Das entspricht einer Verunreinigungsquote von sieben Prozent. In den letzten fünf Jahren lag die Zahl positiv getesteter Partien bei jeweils rund 400 Proben zwischen zehn und 23. Die Stichprobenauswahl erfolgt dabei risikoorientiert. Vorrangig beproben die Behörden Import-Saatgut aus Ländern beprobt, in denen gentechnisch veränderten Pflanzen umfangreich angebaut werden und wo in der Vergangenheit vermehrt Saatgutpartien auffällig waren.

Schleswig-Holstein stellte
in fünf von neun Proben Spuren von gentechnisch verändertem Mais fest. „Der Gehalt an gentechnisch veränderten Organismen (GVO) in den Partien liegt mit einer hohen Wahrscheinlichkeit unter 0,1 Prozent“, schreibt das Ministerium. Alle fünf Partien stammten aus Chile.
Niedersachsen meldete: „In sechs der insgesamt 60 genommenen Proben wurden Spuren von gentechnisch veränderten Anteilen nachgewiesen. Die betroffenen Firmen sind über die Nachweise sofort informiert worden, sie haben umgehend und freiwillig für die Rückholung des Saatguts gesorgt.“ Fünf Partien stammten aus Ungarn, eine aus Österreich. Neben MON 810 fanden sich auch drei andere Gen-Maissorten in den Proben.
Sachsen fand in drei von 31 Maisproben GVO, das war anteilmäßig deutlich mehr als in den letzten Jahren. In Baden-Württemberg waren drei von 100 Proben mit MON 810 verunreinigt, in Nordrhein-Westfalen waren es vier von 16.