Greenpeace legt Supermarktranking für Eier vor

Rechtzeitig vor Ostern hat Greenpeace 15 deutsche Handelsketten nach gentechnikfreien Eiern befragt. Die Umweltorganisation wollte wissen, wie hoch der Anteil frischer Eier aus gentechnikfreier Fütterung im Sortiment ist und was die Händler bis Ende 2011 planen. Das Fazit: Noch immer stammt ein Großteil der im Handel erhältlichen Eier aus der Fütterung mit gentechnisch veränderten Pflanzen. Doch es bewegt sich etwas.

Garantiert und komplett gentechnikfrei sind Bio-Eier. Deshalb liegen die Biosupermarktfilialisten Alnatura und Dennree im Greenpeace-Ranking ganz vorne. Es folgt die regionale Handelskette Tegut. Sie bezieht laut Greenpeace ab Juni 2011 ausschließlich gentechnikfreie Eier. Die Handelskette Kaufland setzt zu drei Viertel auf Eier ohne Gentechnik und zielt auf 100 Prozent. Allerdings kennzeichnet sie nur ein Drittel des Angebots. Andere Handelskonzerne haben meist 20 bis 30 Prozent als gentechnikfrei gekennzeichnete Eier im Sortiment. Rewe will den Anteil auf 70 Prozent steigern, der Discounter Penny sogar auf 100 Prozent bis Ende des Jahres. „Aldi, Real und Kaiser´s Tengelmann haben überhaupt keine Pläne zur Verbesserung der Fütterung in Sachen Gentechnik“, schreibt Greenpeace. Lidl und Globus hatten eine Antwort verweigert. Der Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels schrieb Greenpeace, dass die Handelsunternehmen grundsätzlich für eine gentechnikfreie Fütterung der Legehennen plädieren. Die Verbände der Eier- und Geflügelindustrie wehrten sich in einer Stellungnahme gegen den Druck des Handels auf gentechnikfreie Fütterung.