Vorsicht: Monsanto im Garten

Gartenhandel und Baumärkte in Deutschland werben derzeit aktiv für das Herbizid Roundup unkrautfrei. „Pack das Unkraut an der Wurzel“ fordert der TV-Spot die Hobbygärtner auf. Was der Spot nicht sagt: Das Mittel enthält den selben Wirkstoff Glyphosat wie das umstrittene Monsanto-Herbizid Roundup für die Landwirtschaft. Und es ist ebenso gefährlich.

Der Naturschutzbund Deutschland hat in einem Report noch einmal alle Umwelt- und Gesundheitsrisiken zusammengestellt, die von Glyphosat ausgehen. Berücksichtigt ist dabei auch, dass die anderen in den üblichen Rezepturen verwandten Mittel das Glyphosat noch gefährlicher machen können. Denn sie sorgen dafür, dass das Gift besser ins Blatt aber auch in den Körper dringt. Weil Amphibien das Gift besonders gut aufnehmen, sind sie auch bei einem Roundup-Einsatz besonders gefährdet.
Der NABU fast die gesundheitlichen Folgen für den Menschen so zusammen: „Glyphosat schädigt menschliche Zellen und stört die Embryonalentwicklung von Wirbeltieren. Es steht im Verdacht, in die Hormonbildung einzugreifen und krebserregend zu sein. Über eine erhöhte Rate an Fehlgeburten, Fehlbildungen von Neugeborenen und Krebserkrankungen in ländlichen Regionen Lateinamerikas, in denen Glyphosat-resistente Pflanzen angebaut werden und die einer intensiven Applikation von Glyphosat ausgesetzt sind, wird berichtet.“ Argentinische Forscher konnten inzwischen nachweisen, wie das Glyphosat im Körper die Embryonen schädigen kann. Auf seiner Webseite hat der NABU ein kleines Video eingestellt. Darin berichten Menschen aus den Soja-Anbaugebieten Südamerikas von schweren Krankheiten, erhöhter Kindersterblichkeit und Unfruchtbarkeit.