Gentechnikfrei: Verbraucher wollen klare Angaben

82 Prozent der Deutschen halten eine Kennzeichnung „ohne Gentechnik“ für sinnvoll. Drei Viertel von ihnen orientieren sich beim Einkauf auch an diesem Hinweis. Zu diesem Ergebnis kamen die Meinungsforscher des Instituts Forsa, die im Auftrag der Molkerei Zott 1000 Verbraucher befragten. Die konventionelle bayerische Molkerei hatte kürzlich als gentechnikfrei ausgelobten Mozzarella vorgestellt.
Insgesamt seien die Bundesbürger in den vergangenen zwei Jahren im Hinblick auf gentechnikfreie Lebensmittel noch sensibler geworden, schreibt Forsa. Vor zwei Jahren hätten 78 Prozent der Bürger die Kennzeichnung befürwortet. Konsequenterweise seien die deutschen Konsumenten auch bereit, sich Produkte ohne Gentechnik mehr kosten zu lassen. Auf die Frage, ob sie garantiert gentechnikfreie Produkte auch dann kaufen würden, wenn diese „deutlich teurer“ wären als andere Lebensmittel, antworteten 77 Prozent der von Forsa Befragten mit „ja“. Relativ hoch war in der Umfrage der Anteil der Verbraucher, die sich „weniger gut“ (44 Prozent) oder sogar „schlecht“ (24 Prozent) zum Thema Gentechnik informiert fühlten.
Derzeit haben rund 80 Unternehmen die Lizenz, das einheitliche „Ohne Gentechnik“- Siegel zu verwenden, das der Verband Lebensmittel ohne Gentechnik e.V. vergibt. Darunter sind die Eier-Konzerne Deutsches Frühstücksei und Wiesengold sowie mit der Firma Stolle einer der größten Hähnchenschlachter der Republik. Einige Unternehmen verwenden eigene „ohne Gentechnik“-Logos, etwa die Molkerei Campina für ihre Landliebe-Produkte.