Greenpeace blockiert Gen-Kartoffeln

Greenpeace-Aktivisten belagern seit über eine Woche eine Lagerhalle in Nord-Schweden. Dort lagert der Konzern BASF seine genmanipulierten Amflora-Kartoffeln, um sie in den nächsten Tagen auszupflanzen. Mit einer Mail-Aktion an die schwedische Regierung will Greenpeace jetzt den Druck erhöhen. Sie hatte laut Greenpeace die europäische Risikobewertung als unzureichend bezeichnet und Nachbesserungen gefordert.
Eine Woche lang hatten die Greenpeace-Mitglieder die Tore der Lagerhalle blockiert – dann wurden sie von der Polizei weggetragen und kurzzeitig inhaftiert. Eine zweite Blockade am Tag darauf beendete die Polizei nach wehingen Stunden. Seither beschränken sich die Aktivisten darauf, die Halle zu bewachen um im Falle der Aussaat präsent zu sein. Parallel dazu hatte Greenpeace die Anwohner über die Risiken, die mit dem Amflora-Anbau verbunden sind, informiert.
Der fünf Hektar große Acker in Nordschweden ist der dritte und letzte, den die BASF in diesem Jahr nutzen will, um ihr Amflora-Saatkartoffeln zu vermehren. In Deutschland hatte die BASF bereits am 8. Mai auf zwei Hektar in Sachsen-Anhalt Amflora ausgepflanzt. Weitere zehn Hektar wurden einen Tag später in Süd-Schweden bestellt. Ansonsten gibt es mangels Interesse von Bauern und Industrie 2011 keinen kommerziellen Anbau.