Gen-Reis: Bayer zahlt eine halbe Milliarde Euro

Der Chemie-Konzern Bayer hat sich mit amerikanischen Farmern auf Vergleichszahlungen von mehr als einer halben Milliarde Euro geeinigt. Damit will der Konzern die Schäden begleichen, die er durch die Verunreinigung der US-Reisernte mit seiner gentechnisch manipulierten Reissorte LL601 im Jahr 2006 verursacht hat. In mehreren Verfahren vor US-Gerichten war Bayer bereits zu hohen Entschädigungen an einzelne Bauern verurteilt worden. Mit seinem Vergleichsangebot will das Unternehmen die jahrelangen rechtlichen Auseinandersetzungen beenden.

Die Bayer-Tochter Bayer CropScience hat den außergerichtlichen Vergleich allen amerikanischen Landwirten angeboten, die zwischen 2006 und 2010 Langkornreis angebaut hatten. Dafür stellt das Unternehmen bis zu 750 Millionen Dollar bereit, das sind derzeit 522 Millionen Euro. Allerdings müssen die teilnehmenden Bauern zusammen 85 Prozent der Anbaufläche von Langkornreis in den Vereinigten Staaten repräsentieren. 90 Tage haben sie Zeit, das Angebot anzunehmen. Ausgearbeitet hat es Bayer zusammen mit Anwälten, die 11.800 der Farmer vertreten. Bei 17 weiteren Klägern von Händlern, Organisationen und Unternehmen steht eine Einigung noch aus.

Bayer CropScience teilte mit, man sei überzeugt, im Umgang mit dem gentechnisch veränderten Reis verantwortlich gehandelt zu haben. Ganz anders sieht das Philipp Strohm, Gentechnik-Sprecher von Greenpeace. Er warf dem Konzern auf der Hauptversammlung vor, „eindeutig schuld an der Verunreinigung der weltweiten Reislieferungen mit Gentechnik“ zu sein. Vom Vorstand der Bayer AG wollte er wissen: „Welche Pläne haben Sie, damit die Gentechnik-Konstrukte, an denen Sie derzeit basteln, nicht wieder außer Kontrolle geraten und erneut ein enormer Schaden entsteht?“

Ein Gedanke zu „Gen-Reis: Bayer zahlt eine halbe Milliarde Euro“

  1. Haha, und das im Land von Monsanto. Das ist der Beweis welche offensichtliche Schäden Genmanipulationen bewirken!

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