Right2Know: 500 Kilometer für die Wahlfreiheit

Nach gut zwei Wochen und 500 Kilometern endete der Right2Know-Marsch am Welternährungstag in Washington vor dem Weißen Haus. Zahlreiche Redner sprachen sich gegen Agro-Gentechnik aus und forderten als ersten Schritt die US-Regierung auf, Lebensmittel mit gentechnisch veränderten Zutaten zu kennzeichnen. Sie erinnerten Präsident Barack Obama daran, dass er dies im Wahlkampf versprochen hatte.
Mit initiiert hatte den Right2Know-Marsch Rapunzel-Vorstand Joseph Wilhelm, der bereits 2007 und 2009 mit seiner Aktion Genfrei-Gehen für ein gentechnikfreie Zukunft gewandert war. Unterstützt von zahlreichen Firmen und Organisationen starteten die Teilnehmer des Marsches am 1. Oktober vor dem UN-Gebäude in New York. Zuvor hatten sie dort eine Resolution überreicht, in der sie eine Welt ohne gentechnisch veränderte Lebensmittel verlangten. In 16 Etappen ging es meist an eintönigen Highways entlang über Philadelphia und Baltimore in die US-Hauptstadt. Mitwanderer Joseph Wilhelm hat seine Eindrücke in einem Tagebuch online gestellt.
Bei der Abschlusskundgebung in Washington sprachen mit Vandana Shiva und Percy Schmeiser die Galionsfiguren der weltweiten Gentechnikfrei-Bewegung. Katherine DiMatteo, Präsidentin des weltweiten Bio-Dachverbandes IFOAM erklärte, das Ende des Marsches sei auf keinen Fall das Ende der gemeinsamen Bemühungen. „Die Online-Unterschriften-Kampagne „Just Label it“ läuft, eine Petition an die Lebensmittelbehörde ist bereits abgeschickt, weitere Aktionen sind in Planung.“