Gentech-Reis aus China: EU verschärft Kontrollen

Die EU hat angeordnet, dass alle Importe von Reis und Reisprodukten aus China auf gentechnische Verunreinigungen getestet werden müssen. Bisher genügte es, wenn die chinesischen Exporteure eine Gentechnikfrei-Analyse vorgelegt hatten. Diese wurde nur mit Stichproben überprüft. Doch allein 2010 waren die Behörden der EU-Länder insgesamt 47 mal fündig geworden.

In einer Mitteilung schreibt die EU, trotz aller angekündigten Maßnahmen der chinesischen Behörden habe es laufend Alarmmeldungen über verunreinigte Reisprodukte im europäischen Schnellwarnsystem gegeben. Zudem seien neben dem bekannten, Gentech-Reis Bt63 neue manipulierte Reissorten aufgetaucht. Deshalb habe man die Kontrollen verschärft. Nach sechs Monaten sollen die Maßnahmen überprüft werden.

Einen guten Überblick über die Kontaminationen bietet das britische GM Contamination Register. Ein Großteil der dort für 2011 aufgelisteten Verunreinigungsfälle betreffen Produkte aus China. Meist sind es Reisnudeln, seltener Kräcker oder andere importierte Fertigprodukte. Betroffen war auch – in Norwegen – Reiskleie, die als Viehfutter geliefert wurde. Die Produkte enthielten neben dem erstmals 2006 gefundenen Gentech-Reis Bt63 oft auch die neuen Sorten KeFeng6 and KMD1.