Datenbank voller Risiken

38 gentechnisch manipulierte Pflanzen sind in der EU als Futter- und Lebensmittel zugelassen. Zwei davon – der Mais MON 810 und die Gen-Knolle Amflora – dürfen auch angebaut werden. Für alle diese Pflanzen hat der Verein Testbiotech die jeweiligen Risiken in der Datenbank PlantGeneRisk zusammengefasst.

Von den bereits zugelassenen 38 gentechnischen Veränderungen (Events) entfallen 23 auf Mais, 7 auf Baumwolle, je 3 auf Soja und Raps, je 1 auf Kartoffeln und Zuckerrüben. 7 Events produzieren Insektengifte, 13 Events tolerieren Unkrautvernichtungsmittel, 17 Events kombinieren die beiden Eigenschaften. Für jeden Event stellt Testbiotech die spezifischen Risiken dar sowie die bisher gemachten Fütterungsversuche. Ausführlich wird behandelt, welche Risiken von der europäischen Lebensmittelbehörde EFSA unzureichend untersucht oder bewertet wurden.

In der Zusammenschau der Daten ergeben sich laut Testbiotech einige grundlegende Mängel: Die Wechselwirkungen zwischen den Gentechnik-Pflanze“ und der Umwelt würden nur oberflächlich untersucht. Die Wirkungsweise der Insektengifte, die in einigen der Pflanzen erzeugt werden, sei nicht im Detail bekannt. Generell seien keine Fütterungsversuche mit den Pflanzen vorgeschrieben, Langzeituntersuchungen fehlten meist völlig.