Erstmals trockentoleranten Gentechnik-Mais zugelassen

Die zuständige US-Behörde hat den Anbau der genmanipulierten Maissorte MON87460 zugelassen. Die Pflanze enthält ein zusätzliches bakterielles Gen. Mit dessen Hilfe bilden die Zellen der Maispflanzen ein spezielles Kälte-Schock-Protein. Es soll in Stresssituationen wie Wassermangel dazu beitragen, wichtige Zellfunktionen aufrechtzuerhalten. Mehr als konventionelle Sorten leistet der neue Gentechnik-Mais jedoch nicht.

Der trockentolerante MON87460 ist das erste Ergebnis der 2007 verkündeten Zusammenarbeit von Monsanto und BASF. Monsanto behauptet, der neue Mais liefere in Trockenzeiten ohne zusätzliche Bewässerung Erträge, die zwischen sechs und zehn Prozent höher seien als die konventioneller Maissorten am gleichen Standort. Das US-Landwirtschaftsministerium USDA widerspricht dem. Bei Feldversuchen der Behörde erreichte MON 87460 vergleichbare Erträge wie konventionelle Sorten, die speziell für wasserarme Regionen gezüchtet wurden. Die US-Wissenschaftlerorganisation Union of Concerned Scientists wies darauf hin, dass die klassische Züchtung trockentolerantes Saatgut schneller, günstiger und effektiver entwickelt habe als Monsanto. Die Organisation GMWatch hat einige der konventionellen Zuchterfolge zusammengestellt. Sie weist darauf hin, dass die Agro-Gentechniker seit über zehn Jahren trockentolerante Pflanzen angekündigt hätten und nun erst die erste Sorte zugelassen sei. „In der Zwischenzeit hat die gentechnikfreie Züchtung erfolgreich eine Vielfalt trockentoleranter Nahrungspflanzen entwickelt, darunter eine ganze Serie dürretoleranter Maissorten. Diese sind in zahlreichen Ländern verfügbar, auch in Entwicklungsländern die von Dürren besonders bedroht sind.“