Bt-Toxin schädigt menschliche Zellen

Das von genmanipulierten Maispflanzen wie MON 810 produzierte Bt-Toxin Cry1 Ab kann menschliche Zellen schädigen. Das haben französische Wissenschaftler nachgewiesen und in der renommierten Fachzeitschrift Journal of Applied Toxicology veröffentlicht. Bisher wurde angenommen, dass die Giftstoffe nur bei bestimmten Insekten wirken. Deshalb verlangt bislang weder die EU noch eine andere Zulassungsbehörde für die Risikoprüfung von Gentech-Mais die Wirkungen von Bt-Giften auf menschliche Zellen zu untersuchen.

Die Wissenschaftler der Studiengruppe CRIIGEN an der Universität Caen hatten menschliche Nierenzellen im Reagenzglas mit Bt-Toxinen und dem Herbizid Roundup in verschieden Konzentrationen für 24 Stunden in Berührung gebracht. Bei Konzentrationen von 100 ppm ließ Cry1 Ab die Zellen sterben. Glyphosat wirkte bereits bei 50 ppm tödlich für die Zellen. „Jetzt muss genauer untersucht werden, was die genauen Ursachen für die beobachteten Schäden sind und ob es Wechselwirkungen mit anderen Giftstoffen in der Nahrungskette gibt“, sagt Gilles-Eric Seralini, der die Untersuchungen geleitet hat. „Diese Untersuchungen zeigen, dass die Risiken von Bt-Toxinen und auch von Roundup unterschätzt wurden.“

Unterstützt hat die Studie die gentechnik-kritische GEKKO-Stiftung. Betreut wurde sie vom Verein Testbiotech, dessen Geschäftsführer Christoph Then als Mitautor genannt ist. Die Wissenschaftsseite der Süddeutschen Zeitung äußerte sich sehr kritisch zu dieser Studie. Christoph Then hat dazu in einem Leserbrief Stellung genommen.