Salztoleranter Hartweizen- ganz ohne Genmanipulation

Australische Wissenschaftler haben einen salztoleranten Hartweizen gezüchtet. In ersten Feldversuchen erzielten sie damit auf salzigen Böden 25 Prozent höhere Erträge. Auf normalen Böden blieb der Ertrag gleich. Genmanipulation war keine im Spiel, statt dessen ein Urahn des Weizens, den viele Bio-Kunden kennen: Das Einkorn.

Die Wissenschaftler hatten herausgefunden, dass Einkorn (Triticum monococcu) auf salzhaltigen Böden gut wächst und fanden auch den biochemischen Grund dafür. Einkorn verfügt über ein Protein, das verhindert, dass das Salz in die Blätter transportiert und dort eingelagert wird. Auch das Gen, das für dieses Protein zuständig ist, konnten sie entschlüsseln. Mit konventioneller Zuchttechnik kreuzten die Australier diese Einkorneigenschaft in den Hartweizen ein. In den Versuchen zeigte sich, dass die neue Hartweizensorte zwölf mal weniger Salz in ihren Blättern anreicherte als herkömmlicher Hartweizen. Auf salzigen Böden waren ihre Erträge um ein Viertel höher. Als entscheidend werteten die Wissenschaftler, dass die neue Sorte auf normalen Böden keine Ertragseinbrüche zeigte, sondern genauso ertragreich war wie herkömmliche Sorten. Die Wissenschaftler planen jetzt, das Salztoleranz-Gen in weitere Weizenvarianten einzubringen.

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