Türkei und Polen gegen Agro-Gentechnik

Der türkische Landwirtschaftsminister hat klargestellt, dass die Türkei den Anbau genmanipulierter Pflanzen nicht erlauben wird. In Polen hat der Landwirtschaftsminister ein offizielles Verbot der genmanipulierten Maissorte MON810 angekündigt.

Nach Angaben einer türkischen Nachrichtenagentur sagte Minister Mehdi Eker, es sei verboten, in der Türkei irgendwelche Pflanzen anzubauen, die gentechnisch verändert wurden. „Das passiert nicht, das ist nie passiert und wird auch nicht passieren.“ Eker wies darauf hin, dass die Türkei trotz des Drucks verschiedener internationaler Organisatioenen auch nie gentechnisch veränderte Lebensmittel verarbeitet oder importiert habe. Ein neunköpfiges Biosocherheits-Komitee stelle dies sicher. Eingeführt würden lediglich gentechnisch veränderter Mais und Soja als Viehfutter. Der türkische Greenpeace-Campaigner Tarık Nehat Dinç forderte eine Kennzeichnung tierischer Produkte, bei denen genmanipuliertes Futter eingesetzt wurde. Er wies darauf hin, dass das Biosicherheits-Komitee derzeit 29 gentechnisch veränderte Produkte untersuche. Diese könnten auch für Lebensmittel zugelassen werden, wenn das Komitee sie für sicher befinde.
In Polen haben die jüngsten Proteste von Imkern und Gentechnik-Kritikern gewirkt. Landwirtschaftsminister Marek Sawicki kündigte an, den Anbau der Maissorte MON810 offiziell zu verbieten. Durch den Anbau könne den heimischen Imkern einen wirtschaftlichen Schaden erleiden, argumentierte der Minister. Bisher war nur der Handel mit dem Saatgut untersagt. Doch zahlreiche Landwirte hatten das Saatgut aus Tschechien bezogen und den Mais auf rund 3.000 Hektar angebaut. Auch der deutsche Saatgutkonzern KWS war in diese Aktivitäten verwickelt.

Ein Gedanke zu „Türkei und Polen gegen Agro-Gentechnik“

  1. Das Bienensterben wird zur Zeit in vielen Medien publiziert.

    Sonderbar ist nur, dass in Österreich und in Deutschland der Agrarwirtschaft die Schuld an der Misere gegeben wird, in der Schweiz aber der Varroa – Milbe die Haupttäterin sein soll! Sicher ist, dass beide Symptome das ihre dazu beitragen! Sicher ist aber auch, dass eben nur an den Symptomen „herumgedocktert“ – und die Ursache außer Acht gelassen wird!

    Die Hauptursache ist, dass die Bienen auf ihren jeweiligen Standplätzen keine Ruhe mehr bekommen. Unausgeschlafen ihr Tagwerk verrichten müssen. Nicht auszuruhen erzeugt Stress, eine Burnoutgefährdung im höchsten Maße.
    Nicht ausgeruht zu sein, zieht Krankheiten und Konzentrationsmängel nach sich! Nicht mehr ruhen zu können, ist als Hauptursache für das Bienensterben an zu sehen!

    Die Bienen sind in ihren Bauten Tag und Nacht einem Bombardement von technisch entstehenden Strahlen ausgesetzt! Eine Vielzahl von Radio-, Fernsehen-, Radar- und Mobilfunkstrahlen wirken Tag und Nacht zermürbend auf diese zarten Lebewesen ein!

    Leider will der Großteil der Imker, deren Verbände und die Wissenschaft nichts davon wissen! Jeweils für sich haben sie das eine oder andere Symptom für sich als Verursacher ausgemacht und sind nicht bereit von ihren jeweiligen Rössern zu steigen.

    Eine Handvoll „Quer denkender Imker“ hat dafür gesorgt, dass die Bienen auf ihren Standplätzen eine Umgebung bekommen, die ihrem Naturell entspricht! Als zarte aber leistungsfähige Lebewesen trotzen die Bienen in ihren Völkern auf Artgerechten Plätzen dem Unbill der heutigen, technisch verstrahlten Welt, den mit Pflanzenschutzmittel behandelten Feldern, den durch Monokultur entstandenen weiten Flugwegen und sind zur Freude der Imker gesund und wohlauf.

    Es ist ohne großen Aufwand möglich, den Bienen eine artgerechte Umgebung zu geben, die ihrem Naturell entspricht! Vollkommen egal ob auf der grünen Wiese oder in der Nähe von Häusern oder Stallungen.

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