Gentechnik-Spuren in Basmatireis

Das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) Freiburg hat erstmals in indischem Basmati-Reis Spuren von gentechnisch verändertem Reis in der Größenordnung unter 0,1 Prozent nachgewiesen. Die genaue Identifizierung der Verunreinigung sei derzeit nicht möglich, schreibt das CVUA. In Indien und auch in China würden eine erhebliche Anzahl verschiedener GV-Reissorten entwickelt, über die nur wenig Informationen verfügbar seien. Laut Bericht des CVUA für 2011 waren auch zweimal Reisnudeln aus China verunreinigt. Bundesweit wurden in 16 von insgesamt 561 Lebensmittelproben Anteile von nicht zugelassenem gentechnisch verändertem Reis festgestellt, alle stammten aus China.

Gen-Soja auch in Weizenmehl
Von den vom CVUA 2011 beprobten Soja-Produkten enthielten 28 Prozent Spuren von Roundup Ready Soja. Das entspricht in etwa den Werten der Vorjahre. Konzentrationen über 0,1 Prozent traten dabei fast nur in Säuglings- und Sportlernahrung auf. Verunreinigungen wurden auch im Pollen von Blütenhonigen und als Kontamination in 16 von 40 Getreidemehlen nachgewiesen. Das CVUA schreibt dazu: „Derzeit bewerten wir Verunreinigungen in dieser Größenordnung als technisch unvermeidbar, eine Kennzeichnung von GV-Soja ist nicht erforderlich. Allerdings wurde den Betrieben empfohlen, einen (freiwilligen) Hinweis auf das Allergen Soja in die Etikettierung aufzunehmen.“ GV-Soja-Spuren entdeckten die Lebensmittelkontrolleure auch in zwei von zwölf Proben von Sojabohnen, die in Baden-Württemberg geerntet worden waren. Bei Mais und Raps gab es kaum Auffälligkeiten. Zwei von 42 Senfproben enthielten Gen-Raps-Spuren.

Bio ist besser
Über die beprobten Bio-Lebensmittel schreibt das CVUA: „Wie bereits 2010 waren in Bio-Mais (19 Proben) keine gentechnische Veränderungen nachweisbar. Voll im Trend der vergangenen Jahre waren auch die Ergebnisse bei Bio-Soja: Lediglich 5 von 58 Sojaproben aus ökologischem Anbau (9 %) waren positiv, nachgewiesen wurden jeweils nur minimale Verunreinigungen unter 0,05 %. Hier sind weiterhin signifikante Unterschiede zu konventioneller Ware (40 von 105 Proben = 38 % positiv) erkennbar, die sich auch im Grad der Verunreinigung zeigen. Alle festgestellten Anteile über 0,1 % GV-Soja betrafen wiederum konventionelle Ware.“
Weitere Berichte liegen aus NRW und Mecklenburg-Vorpommern vor.