Früher Tod durch Gentech-Mais und Roundup

In einem zwei Jahre dauernden Fütterungsversuch starben Ratten, die mit dem Gentech-Mais NK603 von Monsanto gefüttert worden waren, deutlich früher an Krebs als gentechnikfrei ernährte Tiere. Professor Gilles-Eric Séralini, einer der beteiligten Forscher der Universität Caen, bezeichnete den Befund als „alarmierend“. Die Studie wurde in der Zeitschrift Food and Chemical Toxicology veröffentlicht.
Fütterungsstudien der Industrie für die Zulassung von Gentech-Mais dauern nur drei Monate. In diesem Alter sind die Ratten gerade mal erwachsen. Wissenschaftler der Universität Caen untersuchten nun erstmals den Verzehr von gentechnisch verändertem Mais über zwei Jahre hinweg. Das entspricht der normalen Lebenserwartung der Tiere. Dazu erhielten die Ratten Futter mit NK603 in verschiedenen Mengen. Die Kontrollgruppe bekam gentechnikfreien Mais einer vergleichbaren Sorte. Von den mit NK603 gefütterten Ratten starben 50 Prozent der Männchen und 70 Prozent der Weibchen frühzeitig. Die häufigste Todesursache war Krebs, wobei weibliche Ratten eher an Brustkrebs verstarben, männliche an Haut- oder Nierenkrebs. In den Kontrollgruppen starben 30 Prozent der Männchen und 20 Prozent der Weibchen vorzeitig.
Drei Gruppen von Ratten erhielten neben gentechnikfreiem Mais das Herbizid Roundup in verschiedenen Konzentrationen mit dem Trinkwasser. Selbst bei der niedrigsten Menge von 0,05 Mikrogramm des Wirkstoffes Glyphosat je Liter entwickelten mehr Tiere Krebs als in der Kontrollgruppe. Diese Konzentration liegt weit niedriger als die amtlich erlaubte Menge Glyphosat im Trinkwasser oder in Getreide.