Neuer Gen-Weizen-Versuch geplant

Das Leibniz-Institut für Pflanzengenetik (IPK) plant einen neuen Freisetzungsversuch mit genmanipuliertem Weizen. Darauf weist das Umweltinstitut München hin und hat auch bereits eine Muster-Einwendung formuliert, mit der man Unterschriften sammeln kann, die bis spätestens 24. Oktober 2012 an das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) als zuständige Genehmigungsbehörde geschickt werden müssen.
Das IPK will in Üplingen in Sachsen-Anhalt auf einem Hektar drei Gen-Basisweizenlinien sowie 236 Linien genmanipulierter Weizenpflanzen anbauen, die aus den drei genmanipulierten Basislinien und sieben herkömmlichen Sorten gezüchtet wurden. Der Winterweizen wurden so manipuliert, dass sich der Proteingehalt ändert. Er soll bis zu 20 Prozent mehr Eiweiß enthalten. Nach Angaben des Umweltinstituts handelt es sich bei den verwendeten Sorten um Qualitäts- und Backweizen, der eindeutig für die Verarbeitung im Lebensmittelbereich vorgesehen sei.
Das Institut weist in seiner Einwendung unter anderem darauf hin, dass bei Manipulationen am sehr komplexen Erbgut des Weizens unvorhersehbare Effekte vorprogrammiert seien und diese zu Gesundheitsrisiken führen können. Dabei verweist das Institut auf Freisetzungen von Gen-Weizen mit manipuliertem Stärkegehalt in Australien. Bei der Überprüfung öffentlich zugänglicher Daten zu diesem Versuch kamen unabhängige Wissenschaftler zu dem Ergebnis, dass dieser manipulierte Weizen tödliche Leberschäden verursachen könne.
Bereits 2006 baute das IPK die genmanipulierten Weizenbasislinien an, damals noch in unmittelbarer Nähe der Saatgutbank Gatersleben. Der Versuchsanbau wurde zerstört, der Feldversuch dann 2008 eingestellt. Nun unternimmt das Institut einen neuen Anlauf. Geplant ist die Aussaat bereits im November. Direkt neben dem IPK hat sich im letzten Jahr das Weizenzuchtzentrum des Bayer-Konzerns niedergelassen.

10 Gedanken zu „Neuer Gen-Weizen-Versuch geplant“

  1. NEIN! – Ein Verbrechen. Zugunsten einzelner Konzerne dürfen keine unabsehbaren Risiken eingegangen werden !

  2. Wir wollen kein Gen-Fod.
    Wir wollen keine Versuchskaninchen für die „Wissenschaft“ sein.

  3. Was sind das für „Menschen“ die Gen-Food zulassen???

    Die „Herrschaften“ haben doch auch alle Familie (Kinder, Enkelkinder etc.) und denen bieten sie solch einen Müll an und auch allen anderen Menschen.
    Pfui! Pfui, Pfui!!!! Wann hört es endlich auf, daß die Gen-Food-Hersteller in der Natur herumpanschen?

  4. Die Natur ist perfekt. Wir,als Menschen, müssen uns nicht anmaßen,sie zu verbessern aus Profitsucht. Keine Gen-Manipulation!

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