Steuerzahler soll für Monsanto-Geschäfte im Osten bürgen

Die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) will den Agrarkonzern Monsanto beim Verkauf von konventionellem Saatgut und chemischen Spritzmitteln in Osteuropa mit 40 Millionen US-Dollar unterstützen. Mit diesem Geld will die Bank einspringen, falls Bauern ihre Rechnungen an Monsanto nicht zahlen können. Auf diese EBRD-Pläne hat der Informationsdienst Gentechnik hingewiesen.
Monsanto Risk Sharing nennt die EBRD ihr Programm, mit dem sie dem milliardenschweren Konzern den Eintritt in osteuropäische Märkte versüßen will. Es soll für Bulgarien, Ungarn, Russland, Serbien, Türkei und Ukraine gelten und den Verkauf der Monsanto-Produkte an mittelgroße Betriebe fördern. Die Bank begründet diese Förderung damit, die Bauern würden dadurch moderne Agrar- und Anbautechniken kennenlernen und sparsamer mit Ressourcen umgehen. Dies wäre ein Beitrag zu einer nachhaltigen Landwirtschaft. Der Verwaltungsrat der Bank will Mitte Januar 2013 endgültig über das Projekt entscheiden.
Besitzer der 1991 gegründeten EBRD sind 61 Staaten, die Europäische Union und die Europäische Investment Bank. Sie fördert mit öffentlichen Geldern Projekte in 29 Staaten Osteuropas und Asiens. Nach Angaben der Organisation Bankwatch sind darunter zahlreiche umweltzerstörende Industrialisierungsvorhaben. Gefördert würden dabei oft Konzerne, die sich die Gelder auch anderswo beschaffen könnten.

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