Gen-Kartoffeln: BASF will wieder anbauen

Die BASF will 2013 in Deutschland ihre beiden Gen-Knollen Fortuna und Modena anbauen. Dazu hat sie beim Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) die Freisetzung beantragt. Der Chemiekonzern will an seinem Standort Limburger Hofin Rheinland-Pfalzvon 2013 bis 2017 jedes Jahr auf zehn Hektar Fläche 160.000 manipulierte Kartoffeln pflanzen. Das Umweltinstitut München hat dazu Hintergrundinformationen und eine Muster-Einwendung bereit gestellt. Letztere muss bis 13. Februar 2013 beim BVL eingegangen sein.
Die Gen-Kartoffel Modena wurde in ihrer Stärkezusammensetzung so manipuliert, dass sie mehr Amylopektin in der Kartoffelstärke enthält. Sie ist quasi die Nachfolgerin der umstrittenen Gen-Knolle Amflora und soll zur Rohstoffgewinnung dienen. In die Speisekartoffel Fortuna wurden zwei Resistenzgene aus der Wildkartoffel gegen den Erreger der Kraut- und Knollenfäule eingebaut. Zudem enthält sie ein Gen, dass die Pflanze tolerant gegenüber den Herbizid-Wirkstoff Imazamox von BASF macht. Fortuna soll künftig in Form von Pommes Frites und Chips direkt auf den Teller kommen.
Für beide Gen-Kartoffeln hat BASF Plant Science bereits eine EU-weite Anbauzulassung sowie deren Nutzung als Lebens- und Futtermittel beantragt und dabei Unterlagen zur Sicherheit mit eingereicht. Das Umweltinstitut argumentiert, dass mit der Freisetzung keine neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse angestrebt würden. Der alleinige Zweck scheine die Erzeugung großer Mengen an Pflanzkartoffeln zu sein. BASF rechne bereits für 2014 mit einer Markteinführung.