Gen-Raps im Senf

Das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) Freiburg hat Spuren von gentechnisch manipuliertem Raps in Senf gefunden. In zwei von elf Proben scharfen Senfs konnte die Behörde den herbizidresistenten Raps GT73 von Monsanto nachweisen. Dieser Raps ist in der EU bei Lebensmitteln lediglich für raffiniertes Öl und Zusatzstoffe zugelassen, besitzt aber keine allgemeine Zulassung als Lebensmittel. Der verunreinigte Senf war deshalb nicht verkehrsfähig. „Das entspricht auch dem Empfinden der Verbraucherinnen und Verbraucher, die keinerlei Gentechnik auf dem Teller haben wollen – egal wie diese in die Produkte gelangt ist“, kommentierte der baden-württembergische Verbraucherminister Alexander Bonde die Funde.
Der zur Herstellung von scharfem Senf verwendete Braunsenf wird oft aus Kanada importiert. Das Land gilt als der größte Exporteur und der zweitgrößte Produzent von Senfsaat. Dort wächst auch auf großen Flächen Raps, fast ausschließlich genmanipulierte Sorten. Zu Verunreinigungen kommt es dabei immer wieder. In den Jahren 2009 bis 2012 fand das CVUA in insgesamt neun von 97 Proben genmanipuliertes Raps-Erbgut. Das entspricht einer Quote von neun Prozent. Immer war scharfer Senf oder Dijon-Senf betroffen.