USA: 82 Prozent wollen Kennzeichnung

In einer Umfrage der Huffington Post haben sich 82 Prozent der US-Amerikaner dafür ausgesprochen, Lebensmittel mit gentechnisch veränderten Zutaten zu kennzeichnen. Ein gutes Drittel der Befragten war der Meinung, dass es riskant sei, Lebensmittel mit genmanipulierten Zutaten zu essen. Ebenso viele hieten die Pflanzen für eine Umweltgefahr. Das waren deutlich mehr als in einer USA-weiten Umfrage von 2010.
Inzwischen engagieren sich in der Hälfte aller US-Bundestaaten Initiativen für eine Kennzeichnung und versuchen, entsprechende Gesetzesvorschläge zur Abstimmung zu bringen. Am weitesten gediehen ist das Vorhaben im Bundesstaat Washington, wo die Initiative Label GMO Foods bereits über 350.000 Unterschriften für ihren Gesetzesvorschlag I-522 The People’s Right To Know Genetically Engineered Food Act gesammelt hat. Das reicht, um im November 2013 eine Volksabstimmung zu erzwingen – falls das Parlament des Bundesstaates das Gesetz nicht selbst beschließen will.
Die nationale Organisation Just Label it! hat inzwischen 1,2 Millionen Unterschriften für eine Kennzeichnungs-Petition an die Lebensmittelbehörde FDA gesammelt. Über 600 Organisation und Unternehmen – viele aus der Bio-Branche – unterstützen die Initiative. Das Non-GMOProject listet gentechnikfreie Lebensmittel und ihre Hersteller und Händler auf. Darunter übrigens auch zwei importierte Bio-Marken: Rapunzel und Viana.