UNO-Experten fordern Umkehr in der Landwirtschaft

Eine Abkehr von der industriellen Agrarproduktion mit ihren Monokulturen und der hohen Abhängigkeit von Kunstdünger und Pestiziden sei vonnöten, schreiben über 50 Agrarexperten in einem Bericht der Welthandels- und Entwicklungskonferenz der Vereinten Nationen (UNCTAD). Statt dessen empfehlen die Experten in der ‚Trade and Environment Review 2013‘ „ein Mosaik nachhaltiger Produktionssysteme, die die Produktivität von Kleinbauern verbessern und ländliche Entwicklung fördern“, sowie eine regional geprägte Lebensmittelerzeugung. Besondere Sorge bereitet ihnen die enormen Auswirkungen des Klimawandels auf die Landwirtschaft, besonders in Afrika südlich der Sahara und in Südasien. Gleichzeitig sind das die Regionen, in denn die Bevölkerung noch am stärksten wächst. Die Dringlichkeit ihres Anliegens machen die Autoren im Untertitel des Berichts klar: „Wacht auf, bevor es zu spät ist“. Noch liege der politische Schwerpunkt auf Produktionssteigerungen und einer Ausbreitung einer etwas weniger umweltschädlichen industriellen Landwirtschaft, heißt es im Vorwort des Bericht. Es sei nicht anerkannt, dass es einen Paradigmenwechsel brauche.
Bestätigt wird Letzteres durch einige Berichte, die das Portal GMwatch.org zusammengestellt hat. Sie beschreiben, wie die internationalen Saatgutkonzerne, allen voran Monsanto, versuchen, ihr genmanipuliertes Saatgut in Afrika durchzusetzen. Unterstützt werden sie dabei von Organisationen wie der Alliance for a Green Revolution in Africa (AGRA), die von Ex-UNO-Generalsekretär Kofi Annan und der Bill und Melinda Gates Stiftung gefördert wird. Auch die AGRA zielt mit ihrer Strategie auf Kleinbauern und wirbt mit einer nachhaltigen Landwirtschaft.

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