Gentechnikfreies Raps-Saatgut ist machbar

Deutsches Rapssaatgut ist frei von Gentechnik. Zumindest gilt das für die von Greenpeace und Bioland abgefragten Saatgutanalysen der Bundesländer. Die zuständigen Behörden hatten in diesem Jahr 281 Rapssaatgut-Proben getestet. Verunreinigungen haben sie nicht festgestellt. 2012 waren noch fünf von 337 Rapssaatgut-Proben positiv getestet worden.
„Die diesjährige Analyse zeigt, dass sauberes Saatgut möglich ist“, sagt Jan Plagge, Präsident von Bioland, und folgert daraus: „Die Nulltoleranz für Saatgut muss auch zukünftig bestehen bleiben.“ Auch dieses Jahr hat der Bundesverband Deutscher Pflanzenzüchter wieder gefordert, Schwellenwerte für gentechnische Verunreinigung von Saatgut einzuführen, wie sie seit 2011 bereits für Futtermittel gelten. Er begründete dies mit der „enormen Rechtsunsicherheit, in der sich Züchter und Landwirte aufgrund fehlender Lösungen für den praktikablen Umgang mit geringsten, biologisch und technisch unvermeidbaren GVO-Spuren befinden.“
Dirk Zimmermann, Gentechnik-Experte von Greenpeace, hält es für absurd, angesichts der vorliegenden Ergebnissen Schwellenwerte zu fordern: „Gentechnikfreies Saatgut ist möglich und unbedingt erforderlich. Saatgut ist die Basis unserer Nahrungskette – jede Verunreinigung mit Gentechnik bedeutet ein unkalkulierbares Risiko.“ Einmal in die Umwelt freigesetzt, sind Gen-Pflanzen nicht mehr rückholbar und können sich unkontrolliert ausbreiten.