Urteil: Kein Gentech-Mais in Mexiko

In Mexiko darf kein genmanipulierter Mais mehr angebaut werden. Ein Bundesgericht hat das Landwirtschaftsministerium und die Umweltbehörde angewiesen, umgehend alle einschlägigen Aktivitäten einzustellen und keine Genehmigungen für Freisetzungsversuche mehr zu erteilen. Das Gericht verbot zudem multinationalen Konzernen wie Monsanto und Pioneer den kommerziellen Anbau von genmanipuliertem Mais solange noch Sammelklagen von Bauern und Umweltorganisationen anhängig seien. Damit gab das Gericht der Acción Colectiva recht. Dieses breite Bündnis gesellschaftlicher Gruppen will Mexiko als Wiege des Maises gentechnikfrei halten.
Die Konzerne Monsanto, DuPont and Dow hingegen wollten auf 2,5 Millionen Hektar Gentech-Mais anbauen. Das ist eine Fläche größer als Mecklenburg-Vorpommern. Diese im letzten Jahr präsentierten Pläne sind damit vom Tisch. Rene Sanchez Galindo, der Anwalt der Kläger, sprach deshalb in einer Pressemitteilung von einem Meilenstein. Er wies auch darauf hin, dass das Urteil Strafen bei Missachtung vorsehe. Pater Miguel Concha, der Sprecher der Acción Colectiva, sagte, das Urteil zeige sich dem Vorsorgeprinzip verpflichtet. Es sei die Aufgabe der Regierung, die Menschenrechte der Mexikaner gegen die wirtschaftlichen Interessen der Konzerne zu verteidigen.

2 Gedanken zu „Urteil: Kein Gentech-Mais in Mexiko“

  1. Das ist echt super!
    Endlich eine Regierung, die sich nicht von Monsanto bestechen lässt!
    Die Mexikaner haben recht!
    Die achten da wenigstens ihre Natur und die ihrer Kinder!
    Daran sollten sich alle Länder der Welt ein Beispiel nehmen!

  2. Das hätte ich nicht gedacht von Mexiko.Ich finde es sehr gut,
    dass sich endlich ein Land gegen die großen Konzerne wehrt.
    Es werden hoffentlich weitere folgen.

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