EFSA zieht zurück: Gentech-Mais Herkulex ist nicht sicher

Das gab es bisher noch nicht. Die europäische Lebensmittelbehörde EFSA hat ihre bisherige positive Bewertung zum Anbau der genmanipulierten Maissorte 59122 namens Herkulex zurückgezogen. Diese im Frühjahr 2013 veröffentlichte Bewertung war sowohl vom gentechnikkritischen Testbiotech-Institut als auch von Behörden aus den Mitgliedsstaaten kritisiert worden. Nun erklärten die Experten der Behörde, dass sie zwei Studien über die Auswirkungen von Herkulex auf Bienen und Marienkäfer genauer analysiert und dabei Fehler gefunden hätten. Deshalb könnten die Ergebnisse dieser Studien nicht berücksichtigt wären. Diese Studien waren jedoch eine Grundlage für die positive Entscheidung der EFSA. Nun fordert die EU-Behörde zusätzliche Versuche, um die möglichen Auswirkungen des Anbaus von Herkulex auf nützliche Insekten bewerten zu können. Damit rückt eine Anbaugenehmigung erst einmal in weite Ferne. Als Futtermittel (das in Nord- und Südamerika angebaut wird), darf Herkulex schon seit 2007 und auch weiterhin in die EU eingeführt werden. Entwickelt wurde der Gentech-Mais von den US-Agrochemiekonzernen Dow und Dupont. Er produziert zur Schädlingsabwehr zwei verschiedene Bt-Toxine.