Ausgebrummt: Vorerst keine Zulassung für Gentech-Fliegen

Die britische Firma Oxitec hat ihren Antrag auf Freisetzung von genmanipulierten Olivenfliegen in Spanien zurückgezogen. Das Erbgut der Fliegen wurde so verändert, dass deren Nachkommen noch als Larven sterben. Durch Paarung der männlichen Oxitec-Fliegen mit den natürlich vorkommenden Weibchen könnte der Bestand der Fliege insgesamt reduziert werden.
Die spanische Genehmigungsbehörde wollte den Versuch jedoch nicht einfach durchwinken. Sie forderte weitere Gutachten darüber, wie sich die Freisetzung auf natürliche Feinde der Fliege auswirkt. Oxitec zog daraufhin seinen Antrag zurück und kündigte an, die geforderten Versuche durchzuführen und danach wieder vorstellig zu werden. Auch für Italien sei ein Antrag in Planung.
Auf ein Problem der Oxitec-Fliegen hat die Organisation Testbiotech hingewiesen: Die gentechnisch veränderte Larven sterben in den Oliven ab. Befallene Oliven dürften nicht als Lebensmittel in Verkehr gebracht, sondern müssten zuverlässig aussortiert werden. Entkämen manipulierte Olivenfliegen aus dem mit Netzen gesichertem Versuchsgelände, würde dies die Olivenernte der umgebenden Dörfer gefährden.