EU-Umweltpolitiker gegen Gentech-Mais 1507

Der Umweltausschuss des Europäischen Parlaments hat sich mit 34 zu 15 Stimmen gegen eine Anbauzulassung für den Gentechnik-Mais 1507 von Pioneer ausgesprochen. Im neuen Jahr wird das Plenum des Parlaments über die vom Ausschuss beschlossene Vorlage abstimmen. Allerdings hat das Votum nur empfehlenden Charakter. Die eigentliche Entscheidung treffen die Agrarminister der EU-Mitgliedsstaaten in den nächsten Wochen, wenn sie über den Zulassungsvorschlag der EU-Kommission abstimmen.

Eine entscheidende Rolle wird dabei der neue deutsche Landwirtschaftsminister Hans-Peter Friedrich spielen. Bisher hatten sich die Deutschen im Ministerrat meist enthalten, wenn es um strittige Gentechnik-Zulassungen ging. Dadurch kam die zur Ablehnung notwendige Zweidrittel-Mehrheit nicht zustande und die EU-Kommission konnte die Zulassung erteilen. Der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft forderte den Minister deshalb auf, sich im Januar in Brüssel für die Interessen der deutschen Verbraucher einzusetzen: „Im Agrarrat muss Friedrich gegen die Zulassung der Gentech-Maissorte 1507 stimmen!“

Inhaltliche Argumente dafür würde er in einem Bericht der Organisation Testbiotech finden, der sich kritisch mit der bisherigen Bewertung von Mais 1507 durch die EU-Lebensmittelbehörde EFSA auseinandersetzt: Der Mais produziert deutlich mehr Insektengift als andere genmanipulierte Sorten. Zudem sind die Auswirkungen des speziellen Wirkstoffes auf nützliche Insekten kaum untersucht. Der Bericht stellt auch den chaotischen Ablauf des Zulassungsverfahrens dar. Vergangene Woche kassierte der Europäische Gerichtshof die Zulassung der Gentech-Kartoffel Amflora, weil die Kommission die Mitgliedsstaaten unzureichend beteiligt hatte. Vor einigen Monaten hingegen bekam der Konzern Pioneer recht, der gegen die schleppende Behandlung seines bereits 2005 eingereichten Zulassungsantrags geklagt hatte.

Ein Gedanke zu „EU-Umweltpolitiker gegen Gentech-Mais 1507“

  1. Ach du liebe Zeit! Es ist egal, wer unter der Merkel-Regierung Landwirtschafts- umweltminister oder sonstwas ist! So lange die am Ruder sitzt, wird sich definitiv nichts zum Vorteil der Verbraucher ändern. Merkel wäre am liebsten eine Diktaut, wo sie das alleinige Sagen hat (schließlich kennt sie sich damit ja sehr gut aus!), denn der ist nicht nur die Meinung des Volkes schnurzpiepe, sondern auch detren Gesundheit und Wohlbefinden. Mit ihrer Politik fördert sie Sklavenarbeit in Deutschleund um den Profit Ihrer Wirtschaftslobby zu mehren.
    Erwartet also nichts von einem Herrn Friedrich, der nur ihr Handlanger ist. Sie selbst ist übrigens auch nur der Vasall ihrer Lobbyisten. So gleicht sich das wieder aus.

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