Gentechnisch verunreinigt: China schickt US-Mais zurück

Die chinesischen Behörden haben 2013 rund ein Viertel aller in China angelandeten US-Mais-Lieferungen wieder zurückgeschickt, weil sie in China nicht zugelassenes gentechnisch verändertes Erbgut enthielten. Das meldete das Wall Street Journal und berief sich dabei auf eine Mitteilung der zuständigen chinesischen Behörde. Betroffen von der Abweisung waren 545.000 Tonnen Mais, die Erbgut der Maissorte MIR162 von Syngenta enthielten. In der EU ist dieser Mais seit Herbst 2012 als Lebens- und Futtermittel zugelassen. In China arbeiten die Behörden noch an der Sicherheitsbewertung. Bisher hatten die chinesischen Behörden kaum Lieferungen zurückgeschickt. Das Wall Street Journal zitiert Analysten, die die verschärften Kontrollen auf die gute chinesische Maisernte in 2013 zurückführen.
Doch nicht nur US-Lieferungen bringen gentechnisch veränderten Mais nach China. Der Nachrichtendienst ECNS berichtete von einer Polizeiaktion gegen Maisschmuggler. Sie hatten zehn Jahre lang über Thailand und Honkong Süßmais insgesamt 50 Tonnen Mais geschmuggelt und als „US Golden Corn“ in mehreren chinesischen Landkreisen verkauft. Das Saatgut soll laut Bericht gentechnisch verunreinigt gewesen sein. Die Schmuggler flogen auf, weil in einem Fall ihr Saatgut auf dem Acker kaum aufging und die Bauern sich daraufhin beschwerten und die Behörden informierten.