Kanada: Klage gegen Gentechnik-Lachs

Die beiden Umweltorganisationen Ecology Action Centre and Living Oceans Society haben gegen die Zulassung des gentechnisch veränderten Lachses der Firma Aquabounty durch die kanadischen Behörden Klage eingereicht. Die kanadische Regierung hat der US-amerikanischen Firma Aquabounty Ende November 2013die Erlaubnis erteilt, bis zu 100.000 Fischeier jährlich zu erzeugen und zu exportieren. Aufwachsen sollen die Fische in Becken an Land in Panama und schließlich in den USA vermarktet werden. Die US-amerikanische Lebensmittelbehörde FDA teilte schon vor einem Jahr mit, dass sie den schnell wachsenden Gentech-Lachs für unbedenklich hält. Eine endgültige Zulassung hat sie jedoch noch nicht erteilt.
Die klagenden Umweltorganisationen argumentieren, dass die erteilte Erlaubnis ohne jede Beteiligung der Öffentlichkeit gefallen sei. Auch habe die kanadische Regierung nicht geprüft, ob der Gentechnik-Lachs entkommen und wildlebende Populationen gefährden könne. Zwar sei das bei der geplanten Produktion in Panama kaum zu befürchten, doch habe Aquabounty bereits deutlich gemacht, dass man den Lachs auch an der Küste produzieren wolle, wenn dies erlaubt würde. Zudem erlaube die erteilte Zulassung auch, dass Aquabounty den Lachs unter bestimmten Bedingungen in Kanada mäste.