Jetzt ist es amtlich: Gentech-Pflanzen gefährden die Artenvielfalt

Der Anbau von herbizidresistenten, gentechnisch veränderten Pflanzen treibt die Intensivierung der Landwirtschaft und damit den Biodiversitätsverlust weiter. Diese Bilanz ziehen das deutsche Bundesamt für Naturschutz (BfN), das österreichische Umweltbundesamt und das schweizerische Bundesamt für Umwelt.
Die drei Fachbehörden haben im Rahmen einer Literaturstudie untersuchen lassen, wie sich der langjährige Anbau der GV-Pflanzen auf die Umwelt auswirkt und die Ergebnisse in einem gemeinsamen Bericht veröffentlicht. Betrachtet wurde dabei Insbesondere der GV-Anbau in Nord- und Südamerika. Dabei habe sich gezeigt, dass im Lauf der Zeit der Herbizidverbrauch kontinuierlich ansteige, schreibt das BfN. „Die Folge ist eine deutliche Abnahme der Biodiversität auf und neben den Ackerflächen.“ Das gelte nicht nur für die Ackerbegleitflora – also das ‚Unkraut’ am Rande der Äcker. Auch Tiere, die von diesen Pflanzen leben, sind gefährdet. Die Studie nennt als Beispiel den Monarchfalter in den USA. Dessen Wirtsblume, die Seidenpflanze, wurde durch den massiven Herbizideinsatz immer weiter zurückgedrängt– und mit ihr der Schmetterling. „Aus Naturschutzsicht sind herbizidresistente Pflanzen keine Option für eine nachhaltige Landwirtschaft, die auch die Artenvielfalt im Blick hat“, heißt es am Ende der Zusammenfassung.
Übrigens ist auch die normale, intensie Landwirtschaft eine Gefahr für die Artenvielfalt. Das hat eine Studie der Michael Otto – Stiftung gezeigt. Darin heißt es auch: „Der ökologische Landbau erhöht die Anzahl der Pflanzenarten auf Äckern meist deutlich im Vergleich zu konventionellen Äckern.“ Seltenen und stark spezialisierten Ackerbeikräutern helfe jedoch auch der Ökolandbau wenig.