Edeka will gentechnikfrei werden – bei der Eigenmarke

Die Edeka-Zentrale ist Mitglied im Verband „Lebensmittel ohne Gentechnik“ geworden. Der Handelskonzern kündigte an, bei allen Edeka-Eigenmarken-Produkten die Futtermittel für Schweine, Rinder und Geflügel schrittweise auf heimische Futtermittel oder auf zertifiziert gentechnikfreies Soja umzustellen. „Ab September 2014 werden voraussichtlich die ersten gelabelten Produkte in den Edeka-Märkten zu finden sein“, heißt es in der Mitteilung. Bisher gibt es gentechnikfreies Futter bei Edeka nur bei einigen regional angebotenen frischen Lebensmitteln – und qua Gesetz bei den Edeka-Bio-Produkten. Der Verband Lebensmittel ohne Gentechnik e.V. begrüßte das Engagement: „Wir freuen uns, einen starken Partner wie Edeka mit an Bord zu haben“, sagte Sprecher Alexander Hissting.
Neu ist die Ankündigung von Edeka nicht. „Edeka will zwar bei seinen Eigenmarken komplett auf Gentechnik im Tierfutter verzichten, stagniert aber seit Jahren bei der Umsetzung dieses Zieles,“ schrieb Greenpeace noch Ende Juni in seiner aktuellen Abfrage zum Einsatz von Gen-Soja bei Eiern und Geflügelfleisch. Die Abfrage zeigte auch, dass Aldi Nord und Lidl entgegen ihrer Ankündigung vom Februar 2014 weiterhin Eier aus gentechnikfreier Erzeugung anbieten. Lidl erklärte gegenüber Greenpeace, man versuche auch bei Hähnchenfleisch, wieder gentechnikfrei gefütterte Ware zu erhalten. Bisher seien es aber nur 15 Prozent des frischen Hähnchenfleisches, die ohne Gentech-Futter hergestellt werden. Gentechnikfreie Fütterung für Eier und Hähnchenfleisch ihrer konventionellen Eigenmarken bieten derzeit nur Rewe, Penny und Tegut.