Umfrage: Immer weniger Appetit auf Genfood

Nur jeder Hundertste Deutsche würde unbesehen zu Lebensmittel mit gentechnisch veränderten Zutaten greifen. Immerhin elf Prozent können sich vorstellen, solche Lebensmittel zu erwerben – wenn sie sicher sind, besser schmecken oder andere Voraussetzungen erfüllen. Bei 53 Prozent der vom GfK-Verein Befragten kommt Genfood auf keinen Fall in die Tüte. Ein Viertel der Teilnehmer fühlte sich zu wenig informiert, um eine Meinung zu äußern. Jeder elfte der 2000 Befragten interessierte sich nicht für das Thema.
Der GfK-Verein hatte diese Umfrage bereits 2004 und 2010 durchführen lassen. Im Vergleich zeigt sich, dass die Ablehnung gewachsen ist, um insgesamt neun Prozentpunkte. Parallel dazu sank die Zahl derer, die vielleicht Genfood essen würden, von 17 auf 11 Prozent. Konstant blieb die Zahl derer, die sich nicht genug informiert fühlten. „An Brisanz hat das Thema für die Verbraucher offenbar nicht verloren“, kommentierte der GfK-Verein die Zahlen.
Den Begriff „gentechnisch veränderte Lebensmittel“ kannten neun von zehn Teilnehmern. Doch weckte er bei ihnen ganz unterschiedliche Assoziationen, schrieb der GfK-Verein: „So steht Gentechnik für jeden Fünften ganz neutral für Lebensmittel, die in puncto Geschmack oder Aussehen verändert sind. Jeder Zehnte denkt an Genmanipulationen und eine veränderte DNA, andere wiederum an bearbeitetes Saatgut und Tierfutter. 15 Prozent der Befragten äußern sich positiv und assoziieren mit Gentechnik Produkte und Pflanzen, die in Sachen Haltbarkeit, Resistenz und Ertrag Pluspunkte bieten.“