Greenpeace nimmt sich McGen vor

Greenpeace Deutschland hat mit einer Kampagne die Fastfood-Kette McDonald’s ins Visier genommen. Diese hatte im Mai 2014 erklärt, für seine Chicken Burger und Chicken McNuggets wieder Fleisch von Hühnern einzusetzen, die Gentechnik-Futter bekommen hatten. Zuvor hatte das Unternehmen 14 Jahre lang auf Gentechnikpflanzen im Futtertrog verzichtet.
Zentrales Element der Kampagne ist ein Wettbewerb, zu dem Greenpeace Grafiker, Designer und Kreative aufgerufen hat. Sie können noch bis 20. Oktober auf der Webseite www.McGen.de ihre Entwürfe für das zentrale Kampagnenmotiv entwerfen. Aus den eingereichten Arbeiten wird eine Jury die besten auswählen, die dann die Greenpeace-Gentechnikkampagne begleiten. Dotiert ist der Wettbewerb mit insgesamt 8.000 Euro an Preisgeldern. Bisher sind rund 160 Entwürfe eingegangen und veröffentlicht worden.
Zusätzlich bietet Greenpeace die Möglichkeit, dem Deutschland-Chef von McDonald’s eine Protest-Mail zu schicken. Darin heißt es: „Ein Chicken Burger würde weniger als 1 Cent teurer werden, wenn McDonald’s auf Gen-Soja verzichten würde.“
Bereits im Mai 2014, als McDonald’s seine Entscheidung für Gentechnik-Futter veröffentlichte, hatte die Verbraucherorganisation Foodwatch zu Protesten aufgerufen. Sie sammelte damals 35.000 Unterschriften, die an die Deutschland-Zentrale des Konzerns in München schickte. Diese Aktion ist nach wie vor im Netz.