Raps-Saatgut in Deutschland weiterhin gentechnikfrei

In Deutschland vertriebenes Rapssaatgut ist frei von Gentechnik. Dies meldeten Greenpeace und Bioland, die wieder die Saatgutanalysen der Bundesländer abgefragt haben. Die Länderbehörden hatten dieses Jahr 334 Saatgutproben untersucht. Wie im Vorjahr fanden sich darin keine gentechnischen Verunreinigungen. 2012 waren noch fünf von 337 Raps-Saatgutproben durchgefallen. Auch Mais-Saatgut sei immer weniger gentechnisch belastet, teilten Greenpeace und Bioland mit. Prüfer hätten dieses Jahr nur in acht von 504 Proben Verunreinigungen gefunden. Die offizielle Statistik meldete auch für Kartoffel, Senf und Zuckerrüben keine Befunde. In 18 untersuchten Saatgutproben von Sojabohnen fanden die Behörden zweimal Verunreinigungen.
„Auch die diesjährige Analyse zeigt, dass sauberes Saatgut möglich ist“, sagte Jan Plagge, Präsident von Bioland. „Die Nulltoleranz für Saatgut muss auch künftig bestehen bleiben.“ Dirk Zimmermann, Gentechnik-Experte von Greenpeace, hob hervor, dass das Saatgut am Anfang der pflanzlichen Produktion stehe.. „Jede Verunreinigung mit Gentechnik bedeutet nicht nur ein unkalkulierbares ökologisches, sondern auch ein unverantwortliches wirtschaftliches Risiko.“ Einmal freigesetzt, drohe die unkontrollierbare Ausbreitung von Gentech-Pflanzen.
Große Saatguthersteller und der Bundesverband Deutscher Pflanzenzüchter BDP fordern seit Jahren, Schwellenwerte für gentechnische Verunreinigungen einzuführen und damit die Nulltoleranz zu beenden. Der Grünen-Politiker Harald Ebner warnte, die geplanten transatlantischen Freihandelsabkommen mit den USA (TTIP) und Kanada (CETA) wären das Ende für die derzeitige Nulltoleranz.

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