Das freut BASF: Dicamba-resistente Gentech-Pflanzen vor der Zulassung

Sojabohnen und Baumwolle, die gentechnisch gegen das Herbizid Dicamba resistent gemacht wurden, stellen kein Problem für die Umwelt dar. Zu diesem Ergebnis kommt das US-Landwirtschaftsministerium in einer Umweltverträglichkeitsprüfung. Damit macht die Behörde den Weg frei für die endgültige Zulassung dieser Pflanzen. Entwickelt hat sie Monsanto zusammen mit dem Dicamba-Hersteller BASF. Die Pflanzen sollen Farmern helfen, Super-Unkräuter in den Griff zu bekommen, die gegen das Monsanto-Herbizid Roundup resistent sind.
Die Verbraucherorganisation Center for Food Safety (CFS) befürchtet, dass sich dadurch die in den USA eingesetzte Dicamba-Menge verzehnfachen wird. Die Pflanzen seien „ein weiteres Beispiel dafür, wie die Pestizidhersteller die Landwirtschaft zurück in die dunklen Zeiten führen, in denen Mensch und Umwelt durch den massiven und ungehemmten Einsatz gefährlicher Pestizide gefährdet wurden“, sagte CFS-Geschäftsführer Andrew Kimbrell. Er verwies auf Studien, die Dicamba mit einem erhöhten Krebsrisiko bei Landwirten und einer Zunahme von behindert geborenen Kindern in Verbindung bringen. Bereits im September 2014 hatte das US-Landwirtschaftsministerium Mais- und Sojapflanzen mit einer Resistenz gegen das giftige Alt-Herbizid 2,4-D zugelassen.
Die Dicamba-Bohne mit dem Kürzel MON 87708 wartet auch in der EU auf ihre Zulassung als Futter- und Lebensmittel. Die EU-Lebensmittelbehörde EFSA hat ihr bereits einen Persilschein erteilt. Bei den 2-4-d-Pflanzen von Dow steht die EFSA-Beurteilung noch aus.