Protest gegen Cibus-Raps: Keine Gentechnik durch die Hintertür

Zahlreiche Bio- und Umweltorganisationen haben Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt bereits im März aufgefordert, die Genehmigung für den Anbau von Cibus-Raps zurückzunehmen. Dieser herbizidresistente Raps wurde mit Hilfe eines neuen gentechnischen Verfahrens namens RTDS entwickelt. Doch das dem Minister unterstehende Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hat den Cibus-Raps nicht als „Gentechnik im Sinne des Gentechnikgesetzes“ eingestuft, so dass er ab Herbst ohne besondere Auflagen und ohne Kennzeichnung angebaut werden darf.

Nachdem Minister Schmidt bisher zu diesem Thema schweigt, bauen die Organisationen jetzt mit einem gemeinsamen Aufruf öffentlichen Druck auf.
Auf den Webseiten der Organisation Testbiotech kann man dem Minister die Forderungen dieses Aufrufs als Protestmail schicken und einen Vordruck zum analogen Sammeln von Unterschriften runterladen. Auch Hintergrundinfos finden sich dort.
Das Umweltinstitut München hat für seine Mitmach-Aktion das Schreiben etwas popularisiert und bereits 40.000 Unterzeichner gefunden. Es erklärt den Skandal sehr anschaulich in einem Zwei-Minuten-Video. Das UIM bietet auch einen Aktionsflyer als Download und in Druckfassung.

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