Neuer Rekord beim Sojaanbau – in Deutschland

Der Anbau von gentechnikfreien Sojabohnen in Deutschland wächst von Jahr zu Jahr. 2012 wurden auf etwa 5.000 Hektar Sojabohnen angebaut, 2014 waren es bereits 10.000 Hektar und in diesem Jahr stehen allein in Bayern über 7.000 Hektar und in Baden-Württemberg mindestens 4.000 Hektar Sojabohnen auf dem Feld. Das meldete die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)
Die BLE führt den Anstieg auf die Eiweißstrategie des Bundeslandwirtschaftsministeriums zurück. In diesem Rahmen fördert der Bund Forschung und Entwicklung, die Etablierung von modellhaften Demonstrationsnetzwerken, Wissenstransfer und Beratung. Für die Jahre 2015 bis 2017 stehen dafür jeweils vier Millionen Euro zur Verfügung. Auch mehrere Bundesländer wie Bayern, Baden-Württemberg, NRW und Niedersachsen haben flankierende Programme aufgelegt. Das von der BLE koordinierte Demo-Netzwerk besteht aus insgesamt 120 Leuchtturm- und Datenerfassungsbetrieben in elf Bundesländern. In Vorbereitung ist ein weiteres Netzwerk für den Anbau von Lupinen.
Alle Programme richten sich sowohl an Bio- als auch an konventionelle Betriebe, wobei das Interesse der Bio-Betriebe besonders hoch ist. Es waren Bio-Bauern aus Baden, die in Zusammenarbeit mit dem Tofu-Hersteller Taifun erstmals größere Mengen Sojabohnen in Deutschland anbauten. Zudem sieht die Fruchtfolge im Ökolandbau den Anbau von Leguminosen als Stickstoffsammler vor. Das Forschungsinstitut für Biologischen Landbau (FiBL) beschäftigt sich seit Jahren mit Fragen zu Züchtung, Anbau, Verarbeitung von Biosoja.

FiBL-Merkblatt Bio-Soja
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