China baut Fabrik zum Klonen von Tieren

Nach Berichten der Agenturen Xinhua und AFP (hier im Magazin Stern) entsteht in der nordchinesischen Stadt Tianjin die bisher größte Tier-Klonfabrik der Welt. In der 30 Millionen Euro teuren Anlage sollen Hunde, Rennpferde und Rinder geklont werden. Bereits in der ersten Jahreshälfte 2016 solle mit der Arbeit in dem Gebäude begonnnen werden.

Beteiligt an der Klonfabrik sind die chinesische Boyalife Gruppe, Hochschulen aus Peking und Tianjin sowie das südkoreanische s Unternehmen Sooam Biotech. Dessen Gründer Hwang Woo Suk war vor gut zehn Jahren das Klonen menschlicher Embryos vorgeworfen worden. Außerdem kam heraus, dass er bei seiner Forschung betrogen hatte. Boyalife stellt in seiner Mitteilung das Klonen von Rindern in den Vordergrund. Anfangs sollen 100.000 Rinderembryos pro Jahr produziert werden, später soll die Zahl auf eine Million steigen. Begründet wird das Engagement mit den Bemühungen der chinesischen Bauern, den wachsenden Fleischbedarf zu befriedigen.

Weiter schreibt Boyalife, das chinesische Wissenschaftler seit dem Jahr 2000 Schafe, Rinder und Schweine geklont hätten, allerdings zu Forschungszwecken. Im September 2014 hätten Boyalife und Sooam Biotech bereits eine erste kommerzielle Klonfirma gegründet. Diese habe erfolgreich drei reinblütige Tibetdoggen geklont.
Der AFP-Bericht erwähnt auch kritische Kommentare zur geplanten Klonfabrik in den chinesischen sozialen Netzwerken. Der beste: „Wird dieses Fleisch in Südkorea oder China verkauft? Wenn in China, bitte sorgt dafür, dass unsere Führer es zuerst essen“.