Greenpeace: Chinas Mais ist gentechnisch verunreinigt

Chinas Landwirte bauen in großem Stil gentechnisch veränderten Mais an. Darauf weisen Untersuchungen hin, die Greenpeace Ostasien veröffentlicht hat. Der Anbau von Gentech-Mais in China ist illegal, denn eine Zulassung für den kommerziellen Anbau gibt es nicht.

Nach Angaben von Greenpeace waren 93 Prozent der Proben von Feldern aus der Getreideprovinz Liaoning gentechnisch verunreinigt, ebenso 20 von 21 auf Getreidemärkten und in Supermärkten genommenen Proben. Das gefundene manipulierte Erbgut gehörte zu Pflanzen von Monsanto, Syngenta, Du Pont Pioneer and Dow Chemical. „Das Ausmaß der gentechnischen Kontamination ist schockierend, sagte Li Yifang, Leiter der Landwirtschaftskampagne bei Greenpeace. “China hat strenge und klare Regeln zur Agro-Gentechnik und der laufende Anbau von Gentech-Mais in der Provinz Liaoning verletzt diese Regeln auf mehreren Ebenen.“ China erlaubt die Einfuhr gentechnische veränderter Rohstoffe. Sie müssen gekennzeichnet werden. Der kommerzielle Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen ist verboten, mit Ausnahme von Baumwolle und Pappeln. Bei Reis gab es jedoch schon mehrfach großflächige Kontaminationen.

Greenpeace führt den Anbau des Gentechnik-Maises auf den schlecht organisierten und extrem lasch kontrollierten Saatgut-Markt zurück. „Die Regierung muss sofort den Ursprung dieser großräumigen Kontamination untersuchen und Maßnahmen einführen, damit so etwas nie wieder passiert“, sagte Li Yifang. Auch sollte sie ein offizielles System der Saatgutuntersuchung vor der Aussaat etablieren. Forschung, Zucht und Anbau von Gentech-Pflanzen müssten streng und lückenlos überwacht werden.