Bauern wollen klare Gentechnik-Kennzeichnung

In einer Umfrage des Instituts Forsa sprachen sich drei Viertel der 300 befragten Landwirte dafür aus, die Verwendung gentechnisch veränderter Futtermittel zu kennzeichnen. Eine Kennzeichnungspflicht zur Form der Tierhaltung befürworteten 71 Prozent der Landwirte. Am häufigsten forderten die Befragten mit 85 Prozent, dass die Herkunft der Produkte angegeben werden soll. In Auftrag gegeben hatten die Umfrage das Bündnis ‚Wir haben es satt!‘ und Germanwatch.

„Agrarminister Schmidt drückt sich mit der freiwilligen Tierwohldiskussion vor tatsächlicher Transparenz bei Fleisch und Milch. Das haben Bauern gründlich satt“, sagte Reinhild Benning, Agrarexpertin von Germanwatch. „Nur mit der Kennzeichnungspflicht bekommen Bauern aus der Region, mit besonders tiergerechter Haltung und heimischen Futtermitteln eine faire Chance, dass Verbraucher ihre Produkte erkennen und angemessen bezahlen.“

Die Detailauswertung der Umfrage zeigt, dass Biobauern noch stärker als ihre konventionellen Kollegen für die Einführung der drei Kennzeichnungspflichten plädierten. Der Wunsch nach einer Gentechnik Kennzeichnungen nahm mit der Größe des Betriebs leicht ab. Bei den kleinen Milchbauern mit weniger als 60 Kühen betrug die Zustimmung 88 Prozent. Von den Schweinemästern mit mehr als 500 Mastplätzen wollte nur jeder zweite ein Gentechnik-Logo auf dem Schnitzel. Verbindliche Herkunftsangaben waren bei Betrieben in Ostdeutschland besonders beliebt.