USA: FrankenFish kommt doch noch nicht auf den Tisch

Die US-Lebensmittelbehörde FDA hat ihre im November erteilte Zulassung für den Verzehr des genmanipulierten AquAdvantage-Lachs der kanadischen Firma Aquabounty auf Eis gelegt. Dies geschah jedoch nicht aus besserer Einsicht, wie die Washington Post berichtete. Der Senatorin Lisa Murkowski aus Alaska war es gelungen, in einem Haushaltsgesetz des Kongresses eine Passus unterzubringen, der die FDA verpflichtete, die Zulassung zu widerrufen, bis sie klare Kennzeichnungsregeln für den Gentech-Lachs vorgelegt hat.

Nach dem Willen der FDA wäre der Lachs ohne jede Kennzeichnung auf den Markt gekommen. Nun muss sie nachbessern. Allerdings gilt das Gesetz nur für das Haushaltsjahr 2016. Die FDA erließ daraufhin ein Importverbot für Gentech-Lachs. Die Firma Aquabounty erklärte, der vorläufige Importstopp habe keine Auswirkung auf sie, das sie noch gar keinen Gentech-Lachs in die USA liefere.

Jaydee Hanson von der Verbraucherorganisation Center for Food Safety empfahl der FDA, die Zeit zu nutzen, ihre gesamte Zulassung noch einmal zu überdenken. Sie habe das ganze Potential möglicher ökologische und wirtschaftlicher Risiken nicht berücksichtig, die der Gentech-Lachs für die natürlichen Lachsbestände und die von ihnen abhängigen Gemeinschaften darstelle.