Gentech-Mais: Herkulex erfüllt seine Aufgaben nicht mehr

Der genmanipulierte Mais Herkulex der Konzerne Dow Chemical und DuPont hat mit zunehmend resistenten Schädlingen zu kämpfen. Dabei produziert der Mais mehrere zwei verschiedene Bt-Toxine, was eine Resistenzbildung erschweren sollte.

Insektenforscher mehrerer US-Universitäten hatten den beiden Konzernen und anderen Saatgutfirmen einen offenen Brief geschrieben. Sie fordern darin, die Auslobung von Gentech-Mais, der das Bt-Protein CryF1 produziert, im Bezug auf den Westlichen Bohnenschneider zu ändern. Von Kontrolle des Schädlings könne keine Rede mehr sein, die Pflanzen seien gegen diesen Schädling, der immer weiter vordringe, wirkungslos. Dabei stützten sich die in der Beratung tätigen Insektenforscher auf die Rückmeldungen zahlreicher Farmer. „CryF1 hat in unseren Staaten versagt“, schreiben sie. Und: „Wir fordern die Saatgutunternehmen auf, die Realität auf den Feldern anzuerkennen“.

Der Wirtschaftsnachrichtendienst Bloomberg berichtete, DuPont habe die Auslobung bei Herkulex bereits geändert. In den Unterlagen für 2017 sei die Effektivität gegen den Westlichen Bohnenschneider von „sehr gut“ auf „bescheiden“ zurückgestuft worden. Bloomberg berichtete auch von anderen resistent gewordenen Schädlingen. Texanische Insektenforscher hatten deshalb vor wenigen Wochen das Ende der Bt-Ära ausgerufen.