„Ohne Gentechnik“ heißt ohne Crispr & Co.

Der Verband Lebensmittel ohne Gentechnik (VLOG) hat klargestellt, dass neue gentechnische Verfahren wie CRISPR-Cas und den Einsatz von Oligonukleotiden ebenso wie die bisher bekanntenVerfahren strikt geregelt werden müssten. „Die so gezüchteten Pflanzen und Tiere sind genauso als gentechnisch veränderte Organismen (GVO) zu betrachten“, schreibt der VLOG.

Der Verband argumentiert, dass auch bei Befürwortern der neuen Verfahren unumstritten sei, dass es dadurch zu ungewollten Effekten kommen könne. Damit stehe fest, „dass mit den neuen Verfahren erzeugte Pflanzen und Tiere eingehend auf ihre Risiken untersucht werden müssen, bevor sie in der Landwirtschaft und der Lebensmittelproduktion eingesetzt werden.“ Sie müssten ein Zulassungsverfahren mit einer Risikobewertung durchlaufen, rückverfolgbar sein und gekennzeichnet werden. Eine solche strikte Regulierung der neuen Gentechnik-Verfahren sei unverzichtbar, „weil ansonsten Transparenz und Wahlfreiheit für Verbraucher sowie der Schutz der gentechnikfreien Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion nicht gewahrt werden können.“

Der VLOG, dem zahlreiche Unternehmen der Lebensmittelindustrie und des Handels angehören, ist Träger des „Ohne Gentechnik“-Siegels. Dieses stößt bei den großen Handelsketten auf immer mehr Nachfrage. Der VLOG geht davon aus, dass bis Ende 2017 der gesamte LEH nur noch Eigenmarken-Milch verkaufen wird, die unter Einsatz von gentechnik-freien Futterpflanzen hergestellt wurde.

 

 

 

 

 

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